Content ist die Basis des digitalen Marketings. Er prägt Markenbilder, beschleunigt Kampagnen und entscheidet darüber, wie skalierbar Marketing wirklich ist. In vielen Unternehmen funktioniert Content nach außen super, intern verliert er jedoch schleichend an Wert.
Historisch gewachsene SharePoint-Strukturen, individuelle Ablagen und personenbezogenes Wissen sorgen dafür, dass Mitarbeiter sich von Deadline zu Deadline durch Ordner kämpfen. Inhalte werden gesucht, neu erstellt oder „nur zur Sicherheit“ noch einmal produziert.
Dieses Effizienzproblem bleibt lange unsichtbar. Es taucht in keinem Report auf, wirkt aber direkt auf Time-to-Market, Markenbild und Kosten.
Wenn operatives Content-Management nicht mehr ausreicht
Solange Content-Probleme operativ abgefedert werden, funktionieren sie. Doch ab einer bestimmten Menge an Inhalten, Kanälen und Beteiligten kippt das System, denn es geht nicht mehr nur um Dateisuche.
An Content hängen plötzlich:
· Priorisierung und Nutzung von Inhalten
· Regeln für Versionen, Freigaben und Nutzungsrechte
· die Balance zwischen Geschwindigkeit und Markenkonsistenz
· Skalierung über Teams, Märkte und Partner hinweg
· und letztlich die Frage, welcher Content überhaupt Wert erzeugt
„An diesem Punkt entscheidet nicht mehr die Kreativität der Inhalte, sondern die Steuerungsfähigkeit.“
Das ist kein operatives Thema mehr. Es ist eine Führungsaufgabe.
Return on Content als Managementperspektive
Der Gedanke des Return on Content setzt genau an dieser Stelle an. Es beschreibt kein KPI-Konstrukt, kein Controlling-Instrument, sondern eine Management-Perspektive auf Content.
Return on Content beschreibt, wie viel Wert aus bestehenden Inhalten entsteht durch:
Beispiel:
Nehmen wir einmal an dein Unternehmen produziert Inhouse ein Video. Das Video wird einmal produziert und einmal genutzt. Im Anschluss liegt die Datei „Cold Content“ ungenutzt in einem Ordner. Dasselbe Video kann jedoch, wenn es zentral verfügbar und sauber beschrieben ist, mehrfach eingesetzt werden. Sei es z.B. für Kampagnen, Social Media, Ads, Präsentationen oder für weitere Märkte. Der Aufwand bleibt gleich. Der erzeugte Wert nicht. Genau darin liegt der Unterschied.
Was bedeutet das finanziell?
Kosten Video-Produktion: 5.000 €
Zusätzliche Nutzung über mehrere Kanäle
+ spürbare Zeitersparnis im Team
Der erzeugte Wert des Contents steigt deutlich, ohne dass das Produktionsbudget wächst.
Warum das nicht delegierbar ist
Ob Content effizient genutzt, sicher eingesetzt und strategisch weiterverwendet wird, lässt sich nicht dauerhaft an einzelne Teams oder Tools delegieren. Teams sind operativ auf Wirkung fokussiert. Steuerung, Regeln und Priorisierung lassen sich deshalb nicht dauerhaft im Alltag mitziehen.
Bei Return on Content geht um:
· klare Verantwortlichkeiten
· verbindliche Regeln
· und ein zentraler Anlaufpunkt für Inhalte
Das sind dann keine operativen Detailfragen mehr, das sind Steuerungsentscheidungen. Viele Marketing-Teams erkennen hier, dass Ordnung allein nicht mehr reicht. Die eigentliche Frage ist dann nicht mehr, ob Content gesteuert werden sollte, sondern wie bewusst diese Steuerung heute bereits erfolgt und wo diese an ihre Grenzen stößt
Content-Steuerung ist keine Tool-Entscheidung, sondern eine Organisationsfrage. Tools wie pixx.io sind dabei kein Add-on, sondern Infrastruktur.
Sabrina Haselbach
Sabrina ist Senior Inbound Marketing Managerin bei pixx.io und greift auf eine breite Erfahrung aus dem Online-Marketing & SEO in B2B und B2C zurück.