Viele Marketing-Teams haben ihr Content-Chaos scheinbar gut im Griff. Es gibt Ordnerstrukturen, Benennungsregeln und Ablagen für Kampagnen. Und trotzdem steigt der Aufwand mit jedem neuen Inhalt, Kanal oder Mitarbeiter.
Der trügerische Zustand von „gut organisiert“
Im besten Fall hat sich ein Mitarbeiter einmal viel Zeit in eine saubere Ordnerstruktur investiert und Regelungen festgelegt. Das fühlt sich nach Kontrolle an. Doch das Ordnersystem ist sehr fragil und nur ein Zwischenzustand.
Mit jedem neuen Mitarbeiter, Kanal, Format läuft das System Gefahr zu kollabieren, wenn diese Ordnerstruktur nicht direkt zu Beginn mitgegeben wird. Denn die Anforderungen wachsen mit den Inhalten doch die Ablagestruktur bleibt. Ordner-Organisation ist statisch, während Content-Arbeit dynamisch ist.
Woran sich diese Grenze im Alltag zeigt
Die Grenze zwischen Organisieren und Steuern macht sich schleichend bemerkbar.
Zum Beispiel wenn:
Inhalte auffindbar sind, aber nicht eindeutig nutzbar, weil Lizenzinformationen separat abgelegt sind
Teams trotz großer Medienarchive immer wieder dieselben Bilder verwenden, um Suchaufwand zu vermeiden
Freigaben per E-Mail eingeholt werden und Versionen nicht eindeutig zuzuordnen sind
Markenrichtlinien existieren, aber internationalen Teams passende Vorlagen fehlen
die Wiederverwendung von Inhalten theoretisch möglich wäre, in der Praxis jedoch an Suchzeit scheitert
Medien mehrfach in CMS oder Tools hochgeladen werden und dadurch unnötige Hostingkosten entstehen
All das sind keine Zeichen von schlechter Arbeit, sondern es sind Versuche, strukturelle Unklarheit operativ zu kompensieren.
Warum das kein Teamproblem ist
Viele Organisationen versuchen bei diesen Problemen operativ nachzuschärfen. Regeln für strengere Namenkonventionen, weitere Absprachen und klarere Ordner sind kurzfristig die Lösung. Doch das löst nicht das eigentliche Problem wird nicht gelöst.
Sobald Content:
Extern oder über mehrere Teams hinweg genutzt wird
in verschiedenen Märkten eingesetzt werden soll
rechtliche, markenstrategische oder regulatorische Anforderungen erfüllen muss
entsteht ein Bedarf, der nicht mehr im Alltag „mitgezogen“ werden kann. Operative Exzellenz stößt hier an ihre Grenzen.
Der Übergang von Organisation zu Steuerung
Viele Marketing-Abteilungen verharren lange zwischen Organisieren und Steuern, weil es ja „irgendwie funktioniert“. Damit verschenken sie Zeit und erhöhen mit jedem neuen Content die Reibung. Was heute noch kompensiert wird, wird morgen zum Engpass.
An diesem Punkt verschiebt sich die Fragestellung. Es geht nicht mehr nur um Ordnung oder Auffindbarkeit.
Es geht um:
Geschwindigkeit: Wie kann Content schneller und häufiger genutzt werden?
Priorisierung: Welcher Content ist relevant und welcher nicht?
Klarheit: Was darf wie, wo und wie lange genutzt werden?
Konsistenz: Wie bleibt die Marke stimmig bei wachsender Geschwindigkeit?
Skalierung: Wie lässt sich Content über Teams, Märkte und Partner hinweg nutzen?
Spätestens hier reicht Ordnung nicht mehr aus. Wer Content nicht steuert, steuert indirekt auch Marke, Kosten und Geschwindigkeit nicht.
pixx.io ist für Organisationen, die diesen Kontrollverlust nicht länger akzeptieren wollen, ohne Marketing zu verlangsamen.
Sabrina Haselbach
Sabrina ist Senior Inbound Marketing Managerin bei pixx.io und greift auf eine breite Erfahrung aus dem Online-Marketing & SEO in B2B und B2C zurück.