Das Klären von Bildrechten ist im Grunde einfach – wenn klar ist, was zu klären ist. Die Basics rund um Bild- und Verwertungsrechte erfährst du in diesem Leitfaden.
Warum müssen Unternehmen sich mit Bildrechten beschäftigen?
Bei allen Bildern, mit denen du im Berufsalltag arbeitest und die in irgendeiner Form veröffentlicht, verarbeitet oder öffentlich zugänglich gemacht werden, sollten alle Bild- und Verwertungsrechte sauber geklärt sein. Es lohnt sich, denn damit vermeidest du Ärger mit Fotografen und schützt dein Unternehmen vor Abmahnungen.
Zwei Rechtsarten spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: Das Urheberrecht und die Drittrechte. Wir zeigen dir, was du dazu wissen musst.
Im Video fasst Medienrechtsanwalt außerdem alle wichtigen Punkte in knapp 5 Minuten für dich zusammen:
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Was ist das Urheberrecht und wann gilt es?
Das Urheberrecht besteht grundsätzlich bei allen von Menschen gemachten Bildern. Das bedeutet: Nur der Urheber darf das Bild reproduzieren, veröffentlichen, verbreiten oder verkaufen, um damit Einnahmen zu erzielen.
Dieses Recht kann nicht übertragen werden. Allerdings ist es möglich, die Nutzungsrechte an einem Bild an Dritte zu lizenzieren.
Was sind Drittrechte?
Bei den Drittrechten handelt es sich um die Rechte dritter Personen. Die folgenden Drittrechte solltest du kennen, wenn dein Unternehmen mit Bildern arbeitest:
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Betrifft auf Fotos abgebildete
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Logos, Unternehmens- oder Produktbezeichnungen
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Urheberrecht an Gegenständen
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Gegenstände wie Kunstgegenstände oder Designmöbel
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private Locations innen oder außen
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Inhaber des Hausrechts oder Eigentümer erteilt die Erlaubnis, Bilder zu machen und zu nutzen (Property Release)
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Allgemeines Persönlichkeitsrecht
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die Abgebildeten müssen ihre Erlaubnis für die Nutzung geben (Model Release)
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Mehr dazu erfährst du im Artikel zum geistigen Eigentum bei Bildern.
Lizenzerwerb und Übertragung: So holst du Rechte sauber und sicher ein
Um urheberrechtlich oder anderweitig geschützte Bilder, die du nicht selbst gemacht hast, für die von dir geplante Art der Nutzung verwenden zu dürfen, brauchst du die Erlaubnis des Fotografen oder einer anderen berechtigten Person und gegebenenfalls anderer Rechteinhaber. Du musst dafür
Was gilt für das Nutzungsrecht?
Nutzungsrechte sollten stets schriftlich geklärt werden, zum Beispiel durch einen Lizenzvertrag. Dafür genügt auch das Formulieren einer E-Mail, die durch den Rechteinhaber durch ein eindeutiges Ja bestätigt wird.
Darin sollten folgende Punkte enthalten sein:
Beschreibung der einzuholenden Rechte
genaue Definition des Bildmaterials
Umfang der Nutzung
Reichweite des Nutzungsrechts (einfach oder ausschließlich)
Beschränkungen
ggf. Lizenzgebühren
Die E-Mail mit der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers speicherst du dann möglichst zusammen mit dem betreffenden Bild und kannst so jederzeit belegen, dass du alle Rechte geklärt hast.
Was bedeutet Beschränkung der Nutzungsrechte?
Nutzungsrechte bei Bildern können auf drei verschiedene Arten beschränkt werden:
Zeitlich: Die Bildernutzung kann auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden.
Inhaltlich: Das Nutzungsrecht kann auf einzelne Nutzungsarten beschränkt werden. Nutzungsarten sind zum Beispiel Veröffentlichungen in Print- oder Onlinemedien.
Welche Lizenzen gibt es: Einfache und ausschließliche Lizenz
Beim Nutzungsrecht unterscheidet man zwei Arten von Lizenzen oder Nutzungsrechten: den einfachen und ausschließlichen Rechten.
Einfache vs. ausschließliche Lizenz: Alle Fakten in der Übersicht
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Wann ist diese Art sinnvoll?
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Einfache (nicht-exklusive) Lizenz
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Nutzungsrecht, das der Rechteinhaber mehreren Personen parallel einräumen kann
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für Standardfälle wie Stockbilder, Mehrfachnutzung, oft günstiger als andere Lizenzarten
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Ausschließliche (exklusive) Lizenz
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Alleiniges Nutzungsrecht, niemand sonst darf das Bild im vereinbarten Umfang nutzen
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bei Kampagnen, Key-Visuals und überall, wo Exklusivität zählt
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Beschränktes Nutzungsrecht
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Lizenz mit Grenzen bei Zeit, Ort, Medium oder Zweck
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wenn Nutzung klar eingegrenzt ist, Beispiel: nur Social Media, nur für 1 Jahr
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Checkliste für die Bildverwendung: Ist rechtlich alles klar?
Mit der folgenden Beispiel-Checkliste hast du alles im Blick, was du vor der Verwendung von Bildern Dritter beachten musst. Du kannst sie als Ausgangsbasis für eine eigene Checkliste nutzen, die du mit der Rechtsabteilung oder einem externen Fachanwalt einmal sauber aufsetzen solltest.
Urheberrecht des Fotografen oder Urhebers prüfen: Darfst du das Foto verwenden?
Nutzungslizenz klären: Einfache oder ausschließliche Lizenz? Welcher Umfang (Zeit/Ort/Medium)?
Drittrechte prüfen: Markenrecht, Hausrecht, Urheberrecht an abgebildeten Werken.
Model-/Property-Releases einholen: Wenn Personen oder geschützte Objekte/Gebäude zu sehen sind, ist das ein Muss
Grenzen beachten: Gibt es Beschränkung der Nutzungsrechte?
Dokumentation sichern: Lizenz, Umfang, Ablaufdatum und Nachweise zentral hinterlegen, zum Beispiel in einem DAM
So behältst du alle Lizenzarten und Bildrechteinformationen im Griff
Wenn alle Rechte geklärt sind und du die schriftlich eingeholten Nutzungsrechte und Erlaubnisse sauber dokumentiert hast, behältst du mit dem Digital Asset Management System von pixx.io den Überblick:
In dem Cloud-Speicher für alle Bilder, Videos und andere digitalen Medien deines Unternehmens hast du Fotos und dazugehörige Lizenzen sicher im Griff.
Die Lizenzinformationen, Model Releases und andere Nachweise für das Recht der Bildnutzung lassen sich ganz einfach mit dem jeweiligen Bild verknüpfen.
Sollte das Nutzungsrecht zeitlich beschränkt sein, erinnert dich pixx.io rechtzeitig daran, entsprechende Schritte einzuleiten und beispielsweise das Bild von der Unternehmenswebsite zu entfernen.
pixx.io schützt dein Unternehmen nicht nur vor Abmahnungen, sondern auch vor Ineffizienz und Datenverlusten: Das Tool ist sicher, speichert Daten ausschließlich auf deutschen Servern und bietet Backup-Funktionen, die dich ruhig schlafen lassen.
Probiere pixx.io am besten selbst aus und verliere nie wieder den Überblick über Lizenzen, Nutzungsrechte und digitalen Content.
FAQ zu Bild- und Verwertungsrechten
Welche Rechte muss ich klären, um ein Bild zu verwenden?
Für Unternehmen ist es wichtig, das Urheberrecht beziehungsweise die Nutzungsrechte des Fotografen zu klären und Drittrechte wie Markenrecht, Hausrecht und Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Personen zu prüfen. Außerdem solltest du Umfang und Grenzen der Nutzung genau abklären.
Was ist ein Verwertungsrecht bei Fotos?
Verwertungsrechte regeln, wie ein Bild genutzt werden darf, zum Beispiel durch Vervielfältigen, Veröffentlichen oder Verbreiten. Das Urheberrecht selbst bleibt beim Urheber, dein Unternehmen erhält über eine Lizenz nur die Nutzungsrechte für euren Zweck.
Einfache oder ausschließliche Lizenz – was ist der Unterschied?
Bei der einfachen Lizenz dürfen mehrere Personen das Bild parallel nutzen. Sie ist oft günstiger und bei Stockbildern üblich. Die ausschließliche Lizenz gibt dir das alleinige Nutzungsrecht, das sich vor allem für Kampagnen und Key-Visuals lohnt, die eure Brand exklusiv repräsentieren.
Was sind Drittrechte an einem Bild?
Drittrechte sind die Rechte anderer Personen an dem, was auf dem Foto zu sehen ist. Dazu gehören Markenrechte an Logos, Urheberrechte an Kunst und Designobjekten, das Hausrecht bei privaten Locations und das Persönlichkeitsrecht abgebildeter Personen. Dafür brauchst du je nach Fall ein Model oder Property Release.
Wie dokumentiere ich Bildlizenzen rechtssicher?
Halte Nutzungsrechte immer schriftlich fest, zum Beispiel per Lizenzvertrag oder per E-Mail mit eindeutiger Zustimmung des Rechteinhabers. Speichere den Nachweis zusammen mit dem Bild, am besten zentral in einem DAM-System. So ist sichergestellt, dass du Lizenz, Umfang und Ablaufdatum jederzeit belegen kannst.
Sabrina
Sabrina schreibt für pixx.io über alles, was dich im Arbeitsalltag beschäftigt und hilft dir, Herausforderungen bei Content- und Social-Media-Marketing, Bildformaten oder Compliance zu meistern. Bei komplexen Themen bereitet sie das Wissen von Medien- und Rechtsexperten verständlich für dich auf.