KI Check: Wie du eine KI erkennst

KI erkennen: Tipps und Tools für den KI-Check

Lesezeit: 7 Minuten Autor: Sabrina Veröffentlicht: 8. Februar 2024 Zuletzt aktualisiert: 17. März 2026

KI-generierte Bilder und Texte sind heute so gut, dass sie leicht als von einem Menschen gemacht durchgehen. Warum es immer wichtiger wird, KI erkennen zu können und wie dir der KI-Check gelingt, verrät dieser Artikel. 

Zum Verwechseln ähnlich: So gut ist KI

Papst Franziskus im stylischen Daunenmantel oder ein fluchender Barack Obama sind nur zwei Beispiele für Fotos und Videos, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) manipuliert wurden.  

Mit den Fähigkeiten von KI-Systemen entwickelt sich auch die Qualität von solchen sogenannten Deepfakes immer weiter – und das kann gefährliche Folgen haben. 

Auf seiner Website beschreibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) drei mögliche Bedrohungen, die von Deepfakes ausgehen können: 

  • Cyberkriminelle könnten mit Deepfakes Phishing-Angriffe in sozialen Netzwerken oder per Telefon starten, um Informationen und Daten oder sogar finanzielle Mittel abzugreifen.  

  • Per KI manipulierte Medienberichte können für Desinformationskampagnen und das Verbreiten von Falschinformationen verwendet werden. 

  • Mit Deepfakes ist es möglich, den Ruf von Personen zu schädigen, indem sie in unvorteilhaften Situationen dargestellt werden oder indem man ihnen Falschaussagen in den Mund legt. 

KI Bedrohungen

Wieso sollte man eine KI erkennen wollen?

Ob das Foto eines Promis in ungewohnter Kleidung nun echt ist oder nicht, ist für deine Arbeit vermutlich nicht relevant. Warum sollten Unternehmen also KI erkennen und bei Texten, Bildern, Videos und Audiodateien im Zweifel einen KI-Check durchführen können? 

Dafür gibt es verschiedene Gründe – vor allem die folgenden drei: 

  • SEO: Um in Suchmaschinen wie Google einen der vorderen Plätze zu belegen, müssen Inhalte die Intention der Suchenden so gut wie möglich treffen und einen Mehrwert bieten. Das funktioniert auch mit KI-Inhalten. Allerdings müssen sie relevant und hochwertig sein, damit sie nicht nur bei Google, sondern auch bei den Besuchern gut ankommen. Deshalb sollten Inhalte auf KI-Beteiligung geprüft und an die Rankingfaktoren von Suchmaschinen angepasst werden. 

  • Qualität: Jedes Unternehmen hat Qualitätsstandards für das Veröffentlichen von Inhalten. Ihr habt den Anspruch, kreative, korrekte und 100%ig menschliche Inhalte zu veröffentlichen? Dann sollten eure Inhalte den KI-Check bestehen – oder transparent mit einem Hinweis veröffentlicht werden, dass sie KI-generiert und die Fakten gegengeprüft sind. 

  • Urheberrechte: KI-Tools wie ChatGPT oder Midjourney trainieren mit Werken verschiedener Urheber. So entstehen schnell Plagiate oder Urheberrechtsverletzungen. Wenn du weißt, dass ein Inhalt KI-generiert ist, kannst du prüfen, ob Urheberrechte verletzt wurden oder den Inhalt im Zweifel nicht veröffentlichen. 

KI-generierte Inhalte zu erkennen ist außerdem wichtig, wenn du für Blogartikel recherchierst. Vielleicht stößt du dabei auf einen spannenden Artikel. Bevor du von dort aus jedoch weiterrecherchierst oder Fakten in deinen eigenen Artikel einbaust, solltest du kurz checken, ob die Informationen von einer KI stammen. Denn dann solltest du besser weiter recherchieren oder die Fakten besonders gründlich gegenchecken

Woran erkenne ich, dass eine KI am Werk war?

Bei manchen Inhalten reicht es, genau hinzusehen oder aufmerksam zu lesen, um zu erkennen, ob ein Mensch oder eine Maschine sie kreiert hat. Diese drei Punkte geben dir schnell Aufschluss: 

  • Anomalien wie eine Hand mit sechs Fingern oder seltsam verzerrte Gesichter in einer Menschenmenge enttarnen KI-gemachte Bilder.  

  • Bei Texten sind eine zu perfekte Grammatik, roboterartige Formulierungen oder auffällige Wiederholungen oft Zeichen dafür, dass eine KI am Werk war.  

  • Achte bei Videos auf unnatürliche Bewegungen und Inkonsistenzen zwischen dem Gesicht einer Person und dem Hintergrund. 

Wie erkennt man eine KI

KI versus KI: Hilfreiche Tools für den KI-Check

Wenn du große Mengen digitaler Medien verarbeiten und auf ihre „Menschlichkeit“ prüfen möchtest, ist der ergänzende Einsatz von Tools für den KI-Check der effizientere Weg. Wir zeigen dir, wie du bei Texten, Bildern und Videos einen möglichen Einfluss von KI erkennen kannst. 

KI checken ToolZero GPT: Tool zum Checken von KI

KI-Check: Text auf KI prüfen 

Tools zum Erkennen von KI-Texten prüfen Texte unter anderem auf Plagiate, Originalität und Struktur. Das Ergebnis zeigt dir, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Text von einem Menschen oder einer Maschine geschrieben wurde. 

Folgende Tools unterstützen dich beim Prüfen von Texten: 

  • ZeroGPT checkt schnell und kostenlos, ob Texte KI-generiert sind. 

  • Sapling checkt Texte kostenlos und ohne Anmeldung mit passablen Ergebnissen. 

  • Corrector ist ebenfalls kostenlos, aber du musst eine Minute lang auf das Ergebnis warten. 

  • Der AI Detector von Quillbot liefert schnell und kostenlos Ergebnisse. 

Tipp: Viele KI-Detektoren funktionieren am besten bei englischen Texten. Wenn du deutsche KI Texte erkennen willst, solltest du das Tool deiner Wahl zunächst auf die Probe stellen.  

Füttere es mit einem Text, den du selbst geschrieben hast, und dann mit einem Text, den ChatGPT für dich formuliert hat. So findest du heraus, ob das Tool für deine Zwecke brauchbar ist.  

KI-Bilder erkennen: Tools für den KI-Check 

Wenn du dir bei einem Foto nicht sicher bist, ob der Fotograf ein Mensch oder eine KI war, kannst du Tools wie Hive oder AI Image Detector verwenden. Du ziehst einfach ein zu prüfendes Foto in den Browser und schon bekommst du die Antwort.

Auch ohne Tools kannst du KI-generierte Bilder erkennen, indem du auf folgende Punkte achtest:

  • Kleidung und Textilien: Ungewöhnliche Falten, falsch vernähte Knöpfe oder ein merkwürdiger Schnitt sind klassische KI-Fehler. Denn: Stoffe und Nähte sind für Bildgeneratoren noch immer eine Herausforderung.

  • Details und Hintergrund: Unscharfe oder fehlerhafte Strukturen, verzerrter Schmuck und verschwommene Bildschirme im Hintergrund sind typische Schwachstellen in KI-Bildern. Ein übermäßig unscharf wirkender Hintergrund kann ebenfalls ein Hinweis auf KI sein.

  • Licht, Schatten und Reflexionen: Stimmen Schattenwurf und Lichtreflexionen nicht mit der Szene überein oder fehlen teilweise, deutet das auf KI-Generierung hin.

  • Muster und Übergänge: Achte auf abrupt unterbrochene Texturen, etwa bei Verzierungen und besonders dort, wo ein Objekt ein anderes überdeckt.

  • Proportionen und Perspektive: Achte auf unnatürliche Körperformen oder Extremitäten und auf die Perspektive. Bei echten Fotos schneiden sich Fluchtlinien in einem gemeinsamen Punkt. Bei KI-Bildern laufen sie oft auseinander.

  • Physik und Realismus: Schwebt etwas, das nicht schweben sollte? Fließt Wasser in die falsche Richtung? Wirkt die Szene übertrieben oder unrealistisch? Dann solltest du skeptisch sein.

Weitere Tipps für das Erkennen von KI-Bildern hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Website veröffentlicht.

Audios und Videos checken: Wie geht das? 

Um bei bewegten Bildern und Audiodateien Künstliche Intelligenz erkennen zu können, solltest du vor allem auf dein Urteilsvermögen setzen. Es gibt aber auch dafür schon kostenlose Tools, die dich dabei unterstützen. Für Videos eignet sich zum Beispiel das DeepFake-o-Meter.

Tipp: Wirf einen Blick auf die Metadaten

Neben deinem Bauchgefühl und den vorgestellten Tools gibt es noch eine dritte Möglichkeit, mit der du KI erkennen kannst: die Metadaten der digitalen Dateien, mit denen du arbeitest. 

Was Metadaten sind und wie du mit ihnen arbeitest, erfährst du in unserem Metadaten-Blogartikel. 

Mithilfe von Metadaten können die Urheber von Texten, Bildern oder Videos ihren Dateien einige Zusatzinformationen mitgeben. Das können zum Beispiel Angaben darüber sein, wer ein Bild an welchem Ort und mit welcher Kamera aufgenommen hat.  

So liest du Metadaten aus und machst den KI-Check 

Um Metadaten detailliert auszulesen, brauchst du ein Tool wie pixx.io. Die Software für Digital Asset Management wurde dafür entwickelt, digitale Dateien anhand von Metadaten zu organisieren und kann dich deshalb dabei unterstützen, Metadaten bequem zu untersuchen.  

Du kannst das Tool beispielsweise nutzen, um die Metadaten einer Text-, Video- oder Bilddatei nach Anhaltspunkten zu durchsuchen, die auf den Einsatz von KI hindeuten. Das kann der Name des Urhebers sein oder der Software, mit der die Datei erstellt wurde. 

Probiere pixx.io kostenlos aus und checke die Metadaten von Text-, Bild-, Videodateien und mehr. 

Fazit: Mit Menschenverstand und Tool-Unterstützung KI erkennen

Laut dem Artificial Intelligence Index Report 2023 der Stanford University gibt es immer mehr Vorfälle, bei denen KI für Deepfakes missbraucht wird. Seit 2012 ist die Zahl dieser Vorfälle um das 26-Fache gestiegen.  Gleichzeitig wird Künstliche Intelligenz immer besser darin, Texte und Bilder zu erzeugen, die kaum von menschlichen Werken zu unterscheiden sind. 

Deshalb ist es wichtig, Inhalte aus unbekannten Quellen oder von neuen Freelancern zu prüfen. Das hat nichts mit Misstrauen zu tun und es soll auch nicht darum gehen, KI ganz aus den kreativen Workflows von Unternehmen zu verbannen. Du profitierst dabei vielmehr von Qualitätssicherung und trägst zum Schutz von Urhebern und ihren Werken bei. 

Sabrina
Sabrina

Sabrina schreibt für pixx.io über alles, was dich im Arbeitsalltag beschäftigt und hilft dir, Herausforderungen bei Content- und Social-Media-Marketing, Bildformaten oder Compliance zu meistern. Bei komplexen Themen bereitet sie das Wissen von Medien- und Rechtsexperten verständlich für dich auf.

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