Was bedeutet DPI

Was bedeutet DPI? Punkt- und Pixeldichte einfach erklärt

Lesezeit: 5 Minuten Autor: Thomas Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert:
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Wer mit Bildern zu tun hat, stolpert irgendwann über den DPI-Wert: Wir zeigen dir in diesem Kurzüberblick, was die Punktdichte bedeutet und wie viel DPI für welche Bilder und Fotos nötig sind.

Hattest du schon einmal einen Werbeflyer mit verpixelten Bildern in der Hand? Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, denn das passiert nicht nur Lieferdiensten und kleinen Unternehmen, sondern auch den Großen. Woran das liegt und wie du diesen Fehler vermeidest, erfährst du in diesem Artikel.

Außerdem haben wir wichtige DPI-Zahlen zusammengetragen, die dir als Orientierung für Druckprojekte und Internet-Anwendungen dienen sollen.

Die Fakten: Das steckt hinter DPI

Wenn ein Bild verpixelt erscheint, ist die Ursache dafür in den meisten Fällen ein zu geringer DPI-Wert und somit einer zu kleinen Punktdichte. Doch was ist DPI?

  • DPI steht für „dots per inch“. Übersetzt gibt der Wert also die Bildpunkte pro Zoll an. Ein Zoll oder Inch entspricht 2,54 Zentimeter.
  • Im Printbereich sagt der DPI-Wert aus, wie viele Punkte ein Druck bzw. eine Druckmaschine pro Zoll schafft.
  • Das Problem: Am Bildschirm ist nicht erkennbar, ob der DPI-Wert für den Druck zu klein ist oder ausreicht, das hängt nämlich allein von der Auflösung des Bildes ab.
  • Während DPI häufig im Printbereich verwendet wird, spricht man bei digitalen Medien von PPI, also „pixels per inch“.

Wofür wird der DPI-Wert verwendet?

Die Punktdichte ist vor allem im Printbereich von Bedeutung, also etwa beim Druck von Magazinen und Zeitungen, Broschüren, Flyern oder Werbeplakaten. Anders als beim digitalen Bild werden Größen beim (analogen) Druck nicht in Pixel sondern metrisch oder eben in Zoll angegeben. Die Dots per Inch sind quasi die Umrechnungsgröße vom Digitalbild auf das gedruckte Bild.

Was bedeutet DPI in Druck und Web

Du willst einen Überblick über alle Infos zu DPI in Druck- und Web-Projekten? Dann brauchst du unsere kostenlose Infografik zu Print- und Web-Auflösungen!

Ein Druckbild besteht aus vielen kleinen Punkten – je feiner das Punktraster, desto größer muss auch die Punktdichte sein. Ist der DPI-Wert nicht ausreichend, wird die mögliche Druckauflösung nicht ausgenutzt und das gedruckte Bild wirkt unter Umständen unscharf oder, wie in unserem Flyer-Beispiel: verpixelt. 

Welcher DPI-Wert ist empfehlenswert?

Als guter Standard für druckbare Dateien gilt eine DPI-Auflösung von 300 – je nach Vorhaben macht unter Umständen aber auch eine größere Punktdichte Sinn. Welche Punktdichte für welchen Einsatz geeignet ist, zeigt dir unsere Tabelle:

Tabelle Punktdichten für jeden Einsatz

Welche Rolle spielt die Punktdichte im Web?

Im Internet und bei digitalen Bildern im Allgemeinen zählt allein die Größe des Bildes, DPI spielen hier keine Rolle: Ein Bild mit der Größe 800 x 600 wird auf einem 24-Zoll großen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung (1080 x 1920 Pixel) größer dargestellt als auf einem gleichgroßen Bildschirm mit 2K-Auflösung (2048 x 1080 Pixel).

Der Grund: Auf Bildschirmen zählen nur Pixel – ist die Bilddatei also 800 Pixel breit und 600 Pixel hoch, werden auf dem Bildschirm dafür auch genau 800 und 600 Pixel genutzt. Die Bildschirme holen also jeweils die maximale Qualität aus den vorhandenen Bildinformationen heraus; ganz egal, wie groß die im Bild hinterlegte Punktdichte ist.

Das musst du wissen: Die Bildschirmauflösung von modernen Bildschirmen wird immer größer. Je höher die Pixeldichte, desto kleiner wird ein und dasselbe Bild dargestellt.

Ungeachtet dessen werden für Bilder im Internet seit vielen Jahren 72 dpi empfohlen. Das rührt vermutlich daher, dass der Macintosh 1984 tatsächlich eine Auflösung von etwa 72 dpi bzw. ppi hatte: neun Zoll großer Bildschirm, Auflösung von 512 x 324 Pixel. Ginge es danach, müssten Web-Bilder heute eine weit höhere Punktdichte aufweisen.

Da sich 72 dpi als Standard für Web-Bilder etabliert hat, empfehlen wir dir, diesen Wert dennoch für deine Internetdateien zu verwenden. Auch wenn ein anderer Wert praktisch keine Auswirkungen auf die (digitale) Qualität des Bildes hätte.

Apple Laptop mit hoher Bildschirmauflösung

Moderne Bildschirme sind immer höher aufgelöst. Bilder, die vor einigen Jahren großformatig angezeigt wurden, erscheinen deshalb heute kleiner.

Die beste Strategie? Das Original behalten

Solltest du Bilder und Fotos später gegebenenfalls noch für den Druckbereich nutzen wollen, empfiehlt es sich, Originale mit einem voreingestellten Wert von 300 dpi in deinem Medienpool abzulegen. Willst du sie für die Nutzung im Internet nutzen, erzeugst du einfach eine separate Datei, die genau der benötigten Auflösung in Pixeln entspricht.

Hochaufgelöste Originaldateien solltest du lieber nicht für Webseiten verwenden, da die Bildgröße direkten Einfluss auf die Ladezeit einer Seite und damit auch die Bewertung in Suchmaschinen wie Google hat. Seiten mit langer Ladezeit straft Google ab und platziert sie in der Ergebnisliste weiter hinten.

Profi-Tipp für effiziente Teams

Bilddateien mit verschiedenen Auflösungen zu verwenden und zu speichern ist aufwendig. Smarte Tools wie pixx.io helfen dir, den Aufwand zu reduzieren. Die Plattform unterstützt dich und dein Team dabei, Media Dateien einfach zu organisieren und zu formatieren. So habt ihr immer das richtige Format parat.

Auch die Strategie, das Original zu behalten, ist damit problemlos umsetzbar. pixx.io spart dir bei diesem Vorgang sogar eine Menge Arbeit und Zeit: Medien werden immer in Originalauflösung abgespeichert. Bei Bedarf lassen sie sich deinen Vorlagen entsprechend direkt für die Verwendung im Internet oder für andere Anwendungen im richtigen Format und mit dem passenden DPI-Wert herunterladen.

Benötigst du die Datei kurzfristig für ein Printprojekt, wählst du beim Download zum Beispiel einfach aus deinen Vorlagen „Print Flyer“ aus. pixx.io konvertiert das Bild automatisch inklusive passender Punktdichte. Praktisch, oder?

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Thomas
Thomas

Als Games-Redakteur hat Thomas schon früh gelernt, spannende Texte SEO-konform zu schreiben. Das hat ihn letztlich auch zu pixx.io geführt, wo er schnell weitere Aufgaben im Digitalmarketing übernommen hat. Heute macht er Business Intelligence und kümmert sich um Prozesse. Privat ist er beim Zocken geblieben. Und wenn das Wetter schön und der Berg nicht zu groß ist, geht er auch mal wandern.

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